Adelstrachten, Klostergebräu, Raubvögel und Schwertkampf

Handwerker, Spielleute und Adlige brachten am Sonntag (03.10.2010) das Mittelalter zurück ins LWL-Museum für Archäologie in Herne. Eine opulente Modenschau mit Kleidern aus 10 Jahrhunderten war der Anlass für das Motto des Tages: „Kleider machen Leute“. Ein Feuerwerk an Aktionen wartete auf Jung und Alt: Ob Schmuck- oder Lederherstellung, Falknerei, Bogenschießen und Knochenschnitzerei – die Mitglieder des Vereins Elffeast e.V. verwandelten das Museum an allen Ecken und Enden in einen echten Mittelalter- Erlebnisraum. Besonders beeindruckend war die Schwertkampfshow am Fuße der Motte: die Schwerthiebe der Fechter erreichten eine Geschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern – da durften Zuschauer und Kämpfende nicht zimperlich sein. Während draußen die Ritter in voller Aktion waren und ihr Publikum in Staunen versetzten, gab es im Museum eine Modenschau mit über 40 handgefertigten Gewandungen. Gewandmeisterin Marja Kettner erläuterte den zahlreichen Museumsbesuchern die modischen Besonderheiten jeder Epoche und den von ihr nachgeschneiderten Roben- und begeisterte damit nicht nur die Frauen. Dieser Sonntag war bestimmt nicht der letzte Auftritt von Elffeast e.V. im LWL-Museum für Archäologie – die Planungen laufen bereits ...

Von Burg zu Burg III: Mit dem Förderverein auf Tour durchs mittelalterliche Ruhrgebiet!

Archäologie- und Kunst-Interessierte schrecken ja vor nichts zurück! Schon um 7.45 Uhr geht es los. Noch etwas verschlafen machen sich 13 Mitglieder unseres Fördervereins auf den Weg zur dritten Exkursion „Von Burg zu Burg“. Heute auf dem Programm: der Essener Domschatz, Burg Linn in Krefeld und die Kaiserpfalz in Düsseldorf-Kaiserswerth.

Zunächst geht es also auf in die Kulturhauptstadt, um uns einen der bedeutendsten Domschätze Deutschlands anzusehen: die Schatzkammer des Essener Frauenstiftes. Die Stiftsdamen, die ja nicht ganz unschuldig an den Ereignissen des „AufRuhr 1225!“ waren, haben in Essen über Jahrhunderte erlesenste liturgische Kunstwerke zusammengetragen: die goldene Madonna – auch „Essen sein Schatz“ genannt – eine der ältesten Skulpturen des abendländischen Mittelalters überhaupt, das goldene Prunkschwert mit phantasievollen Fabeltierdarstellungen und nicht zuletzt vier mit Gold und Edelsteinen verzierte Vortragekreuze, die bedeutendsten Werke ottonischer Goldschmiedekunst. Absolut sehenswert!

 Danach führt uns unser Weg in den Krefelder Stadtteil Linn, wo sich bis heute die Reste einer der ältesten Festungen des Niederrheins erhalten haben: Burg Linn. Teile dieser wunderschön gelegenen Wasserburg stammen noch aus dem 12. Jahrhundert und wurden zum Teil aus Steinen des nahegelegenen römischen Kastells Gelduba erbaut. Im historischen Rittersaal im zweiten Stock des Palas bestaunen wir die flämischen Wandteppiche, die die alttestamentliche Geschichte von König David und seiner verheirateten Geliebten Bethseda mittelalterlich bebildern. Krönender Abschluss der Burgbesichtigung war die Besichtigung des Bergfrieds. Im ersten Stock eröffnet sich unter einer Gitterabdeckung der Blick in die Abgründe, das Verlies im unteren Turmgeschoss, von der 24 Meter hohen Aussichtsplattform ein herrliches Panorama über Burg und Umgebung.

 Bevor wir uns dann unser leckeres Mittagessen in der Gaststädte Winkmannshof verdient hatten (sehr zu empfehlen!), machen wir noch einen Abstecher ins Niederrheinische Landesmuseums des Museumszentrums Burg Linn und statten dem prominentesten „Bewohner“ des riesigen römisch-fränkischen Gräberfeldes einen Besuch ab: dem fränkischen Fürsten „Arpvar“. Dieser wurde dort im 6. Jahrhundert mit aufwändigen Grabbeigaben bestattet, einem vergoldeten Spangenhelm, einem zweischneidigen Schwert, der Spatha, und dem einseitigen Hiebschwert, dem Sax. Ein Schild, ein Schild, eine Lanze sowie eine Wurfaxt, die sogenannte francisca, vervollständigten seine Ausrüstung. Für uns alle ist klar: Eine kurze Stippvisite reicht hier nicht aus. Wir müssen unbedingt wiederkommen, um uns die übrigen Funde aus dem Kastell, dem Vicus und dem Gräberfeld Krefeld-Gellep (Gelduba) anzusehen. 

Zuletzt steht ein Gebäudekomplex auf dem Programm, der wirklich eines Kaisers würdig war: die Kaiserpfalz ins Düsseldorf-Kaiserswerth. Noch heute prägen die mächtigen Mauerreste aus Drachenfelstrachyt aus dem Siebengebirge und dunklem Säulenbasalt aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz die Uferansicht des Rheins. Kaiser Friedrich Barbarossa selbst hatte veranlasst, dass die Zollanlage, die den Niederrhein kontrollierte, von Tiel in den heutigen Niederlanden, hierher verlegt. Errichtet wurde ein dreigeschossiger Palas, mit einer Höhe von über 25 Metern. Der Bergfried überragte den repräsentativen Saalbau um mindestens weitere 30 Meter. So lassen es zumindest die historischen Abbildungen, die von Kaiserswerth existieren, vermuten.

Den Ursprüngen der Siedlung Kaiserswerth kommen wir in der romanischen Basilika unweit der Kaiserpfalz näher. Um 700 n.Chr. hatte der von den britischen Inseln kommende Missionar Suitbert hier eine Klosteranlage errichtet. Und er ist heute noch hier: Wertvollster Schatz der ehemaligen Stifts- und jetzigen Gemeindekirche ist der reich verzierte goldene Schrein mit den Gebeinen des angelsächsischen Gelehrten.

Falls auch Sie Lust bekommen haben, an einer Exkursion des Fördervereins teilzunehmen: Die nächste Tour geht am Samstag, 23. Oktober, in die Stadt des am 7. November 1225 ermordeten Erzbischof nach Köln. Auf dem Programm steht unter anderem ein Besuch der Domschatzkammer mit Besichtigung des Engelbert-Schreins.

Link zum LWL-Kalender

Weitere Informationen zum Verein der Freunde und Förderer des LWL-Museums für Archäologie e.V. gibt’s hier: Homepage des Fördervereins 

"AufRuhr" alla turca (18. & 25. September)

Türkçe sevenlerle Türk kökenli kent sakinlerimizi Ruhr Havza’mızın en heyecanlı dönemi olan Ortaçağ’a bir yolculuğa çıkmağa çağrıyoruz. 18.09 ve 25.09 Cumartesi günleri saat 14.00-17.00 arası Herne Arkeoloji Müzesi ve Strünkede Satosu’nda „AufRuhr 1225! Kaleler, Şövalyeler ve Çıkar Oyunları“ adlı sergiyi ücretsiz ve Türkce rehber eşliğinde gezebilirsiniz. Rehberimiz günümüzden 800 yıl önce Ruhr Bölgesi’nde yaşamın nasıl olduğunu, o dönemde zenginlikle gücün kimlerin elinde olduğunu, kanunların nasıl işlediğini ve şövalyelerin nasıl savaştığını örnek eserlerle anlatacak. Arkeoloji Müzesi bahcesindeki tahta kaleye tırmanıp şövalyelerin nasıl yaşadığını gördükten sonra metroyla bir kac durak ötedeki Strünkede Şatosu’na gidip türünün en güzel örneklerinden olan bu şatoyu da göreceğiz. Birlikte iyi eğleneceğimizi umuyoruz, hepinizi bekleriz!

Auf türkische Bürgerinnen und Bürger und alle, die der türkischen Sprache mächtig sind, wartet ein spannender Ausflug in eine der turbulentesten Zeiten, die unsere Region je erlebt hat: das Mittelalter.
Eine dreistündige Erlebnisführung durch die beiden bedeutendsten Museen in Herne versetzt die Teilnehmer in die spannende Welt der Burgen und Ritter. Sie erfahren, wie das Leben vor 800 Jahren in Deutschland aussah - und wer die Reichen und Mächtigen dieser Zeit waren.

Die Zeitreise beginnt am 18. September um 14 Uhr im LWL-Museum für Archäologie mit einer Führung durch die Erlebnis-Ausstellung "AufRuhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen". Höhepunkt ist die Besichtigung der hölzernen Burg auf dem Museumsgelände. Danach geht es mit der U-Bahn zu dem wunderschönen Wasserschloss Strünkede und in das dort befindliche Emschertalmuseum.
Das gesamte Programm findet auf Türkisch statt!

lyi eğlenceler (Viel Spaß)!

Termine: Freitag, 18. September, 14-17 Uhr und Samstag, 25. September, 14-17 Uhr.

Telefonische Anmeldung unter 02323-946 28-24 oder -20 erforderlich. Die Führung und Museumseintritt sind kostenlos - Fahrtkosten für die U-Bahn müssen entrichtet werden.

Schlossstruenkede01
Fotos: (c) AufRuhr 1225! und (cc-by-sa-2.0-de) Sir Gawain (Schloss Strünkede)

Ritter Rost in "Aufruhr" Musikalische Autorenlesung

Diesen Sonntag (5.9.) um 15 Uhr hält ein ganz besonderer Ritter Einzug ins LWL-Museum für Archäologie in Herne: Ritter Rost - ein echter Ritter aus dem Ruhrpott - kommt zusammen mit seinem "Erfinder" Jörg Hilbert in die Mittelalterausstellung "Aufruhr 1225". Jörg Hilbert liest für Kinder ab fünf Jahren aus seinem neuen Buch Ritter Rost ist krank, zur Geschichte gibt's Bilder und Musik.

Was haben die vielen roten Punkte im Gesicht des Ritters Rost zu bedeuten? Ist er krank oder will er sich nur vor dem Abwasch drücken? Um dies herauszufinden begleiten Burgfräulein Bö und Koks der Drache den Ritter Rost ins Rostpital, das Krankenhaus für Ritter. Dort kommen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Die musikalische Autorenlesung findet im Vortragssaal des LWL-Museums für Archäologie statt, die Teilnahme ist für alle Besucher der Sonderausstellung im Eintrittspreis enthalten.

„STURM AUF DIE MOTTE" Belagerung der nachgebauten mittelalterlichen Wehranlage

Am Sonntag, 15.8.2010, 11 Uhr, ist es soweit: Die Herner Motte wird erstürmt.

Die hölzerne Turmhügelburg, wie sie auf dem Gelände des LWL-Museums für Archäologie in Herne nachgebaut wurde, diente im Mittelalter in erster Linie der Verteidigung und Repräsentation. Wie verteidigungsfähig unsere „Herner Motte“ ist, wird sich an diesem Tag erstmalig unter Beweis stellen. Mithilfe verschiedener Belagerungsgeräte und Strategien versuchen die bewaffneten Angreifer der Reenactment-Gruppe "Experimentum", den scheinbar sicheren Turm einzunehmen. Anschließend können die Besucher die Waffen in Augenschein nehmen und auch selbst einmal ein Schwert halten.

Kosten: Nur Museumseintritt für Sonderausstellung!
http://www.lwl.org/lwlkalender/VeranstaltungAction.do;jsessionid=5F8EB4896537...

Nacht der Industriekultur

Erleben Sie am kommenden Samstag eine ganz besondere Museumsnacht! Feuershows und Musik, ein Töpferer, der seiner Töpferscheibe die fantastischsten Formen und Figuren entlocken kann - und natürlich jede Menge Mittelalter zum Ausprobieren und Anfassen erwarten Sie am 19. Juni in unserem Museum!
Die diesjährige Nacht der Industriekultur steht im LWL-Museum für Archäologie ganz im Zeichen von "AufRuhr 1225!".  

Mehr Informationen gibt es hier: http://www.lwl.org/LWL/Kultur/Aufruhr/Aktuelles/

Am Wochenende 29./30.05.2010 Kreativseminar Langbogenbau

Wer es verpasst hat sich bei dem letzten Termin einen Platz im Kreativseminar zu sichern, hat dieses Wochenende nochmals die Chance dazu. Hier noch einmal die Beschreibung zum Thema: Der aus einem Stück Holz gefertigte Langbogen ist für viele das "Markenzeichen" des Mittelalters schlechthin. Im Gegensatz zu anderen Relikten, wie Schwert oder Lanze, kann man die Kunst des Umgangs mit dem Bogen auch heute noch uneingeschränkt erlernen, ohne langwierige Grundsatzdiskussionen, wie man denn nun genau mit dem Gerät zu verfahren habe.
In diesem Workshop fertigen die Teilnehmer aus einem Hickoryrohling einen Langbogen des 12. Jahrhunderts nach Bildquellen und archäologischen Funden (andere Bogentypen wie Haithabu oder Oberflacht nach Rücksprache). Eine selbstgespleißte Sehne und zwei Pfeile komplettieren die Ausrüstung.
Altersstufen: Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren
 

8.000 Besucher beim Mittelaltermarkt

8000 Besucher füllten am vergangenem Wochenende den mittelalterlichen Markt in Herne mit Leben. Absoluter
Höhepunkt war die Show des Falkners. Er begeisterte mit seinen
Greifvögeln die Gäste. Großen Andrang erfuhren auch die zahlreichen
Mitmachstände, an denen man sich ins Mittelalter entführen lassen konnte.

Ein paar Eindrücke könnt Ihr auf diesem Blog bekommen: http://geewing.posterous.com/impressionen-vom-mittelaltermarkt-in-herne-zu

 

Die Ritter putzen ihre Rüstungen

Die Ritter putzen ihre Rüstungen, der Schmied bringt schon das Eisen zum Glühen, der Feuerspucker präpariert seine Fackeln – die Vorbereitungen für das Mittelalter Spektakulum in und um das LWL-Museum für Archäologie laufen auf Hochtouren. Am zweiten Maiwochenende warten Ritter und Händler, Gaukler und Hökerer vor den Toren der neuen Turmhügelburg. Auf drei Bühnen erwartet Jung und Alt ein abwechslungsreiches Programm vom Puppenspieler bis hin zur Wahrsagerin. Mittelalterliche Genüsse vom Fladenkuchen bis zum Honigwein füllen den Eltern den Magen, während die Kinder von Rittern in ritterlichem Benehmen unterwiesen  werden oder sich auf dem mittelalterlichen Handkurbel-Riesenrad oder beim Mäuse-Roulette vergnügen können.

Der Ausflug zum Mittelaltermarkt lohnt sich bei jedem Wetter – ein Teil der Stände befindet sich im Museum. Im Eintrittspreis enthalten ist auch der Besuch der großen  Mittelalterausstellung  "AufRuhr 1225!". Ein tolles Ausflugsziel am Muttertagswochenende! 

 

Wann: Samstag, den 8. Mai von 11.00 – 22.00 Uhr und Sonntag, den 9. Mai von 11.00 bis 20.00 Uhr

Wo: In und um das LWL-Museum für Archäologie; Europaplatz 1, 44623 Herne

Eintritt: 6,50 Erwachsener, 4,50 ermäßigt, Kinder unter Schwertmaß frei!  – andere Tickets/ Eintrittskonditionen gelten zu dieser Sonderveranstaltung nicht!

 

Mehr Informationen und das komplette Bühnenprogramm finden Sie unter: http://www.lwl.org/LWL/Kultur/Aufruhr/Aktuelles/

02.05.2010 Familiensonntag: "Es waren einmal ...Ritter und Burgfräulein"

Was haben Rapunzel und Dornröschen gemeinsam? Na klar, beide haben in einem Burgturm auf ihren Prinzen gewartet! Doch wie ging ihr Leben nach der Hochzeit weiter? Bei uns könnt ihr erleben, wie es auf einer Burg zuging und welche Aufgaben Ritter und Burgfräulein, aber auch Knechte, Mägde und Burgmannen meistern mussten. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlüpfen in die Rollen der Burgbesitzer und ihrer Untergebenen und tauchen in das Leben auf einer Burg ein.
Altersstufen: Vorschulalter und Klasse 1
Programm für Kinder von 6 bis 8 Jahren
Es ist lediglich der Museumseintritt zu entrichten.